Stromflatrate Vergleich – EWE, Innogy und NEW

Stromflatrates Vergleich

In diesem Beitrag kommt der Stromflatrate Vergleich für Flatrates ohne Erzeugungsanlage zum Abschluss. Bisher habe ich die Stromflatrates der EWE, von NEW Energie und von Innogy einzeln unter die Lupe genommen. In diesem Beitrag vergleiche ich die Stromflatrates dieser Anbieter direkt miteinander.

Die Stromflatrates von EWE, NEW Energie und Innogy – Gemeinsamkeiten und grundsätzliche Unterschiede

Was alle drei Stromflatrates ohne Erzeugungsanlage gemeinsam haben? Der Kunde kann die Flatrate einfach wie einen normalen Stromtarif bestellen – eine Photovoltaikanlage wie bei beegy oder Photovoltaikanlage und Batteriespeicher wie bei sonnen sind nicht nötig. Außerdem verbindet die Flatrates von EWE, NEW Energie und Innogy, dass die Rechnung monatlich fällig wird und es bei Überschreitungen des erwarteten Verbrauchs keine Nachzahlungen gibt, dafür aber für das folgende Vertragsjahr Anpassungen der monatlichen Gebühr.

Allerdings unterscheiden sie die drei Anbieter mit ihren Stromflatrateprodukten auch stark:

  • Innogy bietet Kunden einen Toleranzrahmen an – wer im Rahmen bleibt, muss keine Anpassung fürchten. Wird der Rahmen überschritten, steigt die Gebühr im Folgejahr, bleibt der Verbrauch drunter, bekommt der Kunde eine Rückzahlung.
  • Die EWE folgt einen Paketmodell – der Kunde fällt mit seinem Jahresverbrauch in eines der drei Pakete S, M oder L. Liegt man nach Jahresabschluss über der Paketgrenze, rutscht man automatisch in das größere Paket.
  • Bei NEW Energie passt die Gebühr „nur bei größeren Differenzen“ an – wie hoch die monatliche Gebühr für das Folgejahr aussieht erfährt der Kunde aber erst nach dem Ablauf der Kündigungsrfrist.

Stromflatrate Vergleich: Flatrates von EWE, NEW Energie und Innogy im Preisvergleich

Einzeln habe ich die Flatratetarife schon einem Preis-Check unterzogen. In diesem Stromflatrate Vergleich treten die Tarife gegeneinander an. Als Vergleichswert dienen wieder der günstigste Anbieter in der Region (ohne Wechsel- oder Neukundenboni) sowie der Grundversorger der Region. Der Vergleichbarkeit halber wurde auch dieses Mal Aurich als Standort gewählt.

Stromflatrate Vergleich
Die Tabelle zeigt deutlich: Stromflatrates ohne Erzeugungsanlage lohnen sich nur gegenüber dem Grundversorgertarif – sonst fährt der Kunde mit einem günstigen Tarif weit besser.

Stromflatrate Vergleich ohne Erzeugungsanlage – das Fazit

Aus der Tabelle lassen sich schön Schlussfolgerungen für unseren Stromflatrate Vergleich ohne Erzeugungsanlage ziehen:

  • Wer Strom sparen will, ist mit diesen Tarifen nicht gut beraten. Die Angebote bleiben gegenüber einem günstigen Anbieter immer im Nachteil.
  • Gegenüber dem Grundversorgertarif sind die Stromflatrates von EWE, NEW Energie und Innogy zwar meistens billiger, aber selbst dort nicht immer.
  • Preislich schneidet das Paketmodell der EWE am schlechtesten ab.
  • Ansonsten scheinen auch Innogy und NEW Energie ein Stufenmodell mit vielen Schritten anzuwenden – die Preise für unterschiedlichen Jahresverbrauch steigen oftmals nicht linear, sondern machen Sprünge.

Abschließen lässt die Preispolitik der Anbieter vermuten, dass die Stromflatrates ohne Erzeugungsanlage sich noch in der Probephase befinden. Selbst gegenüber den eigenen günstigsten Tarifen schneiden die Flatratetarife schlechter ab. Und: Der Kunde zahlt für die fehlende Nachzahlung am Jahresende doppelt – die Flatrates sind in der monatlichen Gebühr teurer als günstige, normale Stromtarife und im nächsten Vertragsjahr wird außerdem die Gebühr angepasst. Finanziell würde sich so eine Flatrate durch diese doppelte Zahlung also nur lohnen, wenn man nach einem Jahr kündigt.

 

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