Stromflatrate Voraussetzungen

Stromflatrate Voraussetzungen – bis vor kurzem problematisch

Gibt es überhaupt eine Stromflatrate? Bis vor kurzem lieferte eine Suche nach „kostenlosem Strom“ oder „Stromflatrate“ vor allem zwei Ergebnisse: Zum einen Ankündigungen, dass die Stromflatrate bald kommen werde und zum anderen Angebote, wie man ganz leicht und günstig an unbegrenzten und kostenlosen Strom kommen könnte. Letztere kann man sofort wieder vergessen – hier verdient nur der Anbieter der unseriösen Bauanleitungen. Die Ankündigungen zur Stromflatrate allerdings sind wahr geworden und man kann Strom mittlerweile zum Fixpreis kaufen. Wie aber ist so eine Stromflatrate möglich und welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Stromflatrate Voraussetzungen – vor allem Strom aus Erneuerbaren nötig

Auf der Seite der Anbieter haben die Flatrates auch eine große Gemeinsamkeit: Die verschwindend geringen Grenzkosten. Grenzkosten sind die Kosten, die pro Einheit einer Ware entstehen. Beim Restaurant also die Kosten für ein jeweiliges Gericht und bei Netflix die Kosten für das Anschauen eines Film. Bei Restaurant sind die Kosten pro einzelnem Gericht hoch, weil vor allem Materialkosten anfallen. Bei Netflix dagegen macht es fast keinen Unterschied, ob ein Kunde zehn oder 100 Filme anschaut – die Kosten für Netzflix sind fast die gleichen. Die Flatrate hat hier Sinn.

Damit eine Stromflatrate tatsächlich funktioniert, muss der Strom also aus erneuerbaren Energien kommen – hier fallen nach Kauf und Installation fast keine Grenzkosten an. Stichwort: Die Sonne schickt keine Rechnung. Ähnlich ist es auch bei Windrädern. Ganz anders bei den fossilen, traditionellen Energieträgern – hier kostet jede Kilowattstunde einzeln und umso mehr der Kunde verbraucht, desto mehr muss auch der Versorger an Kosten decken.

Stromflatrate Voraussetzungen – Umlagen und Steuern noch ein Problem

Theoretisch wäre so eine Stromflatrate leicht möglich: Ein Energieanbieter würde den gesamten Strom für seinen Kunden aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen beziehen. Zudem wäre eine stattliche Summe an Anlagen und Kunden nötig. Schließlich würde der Versorger – wie jeder Flatrateanbieter –  in seinen Preis einen Mehrverbrauch durch sorglose Kunden einrechnen. Fertig wäre die Stromflatrate.

Allerdings bestehen die Kosten für eine Kilowattstunde Strom nur zu einem Bruchteil aus den Kosten für die Produktion. Wie die Grafik von Strom-Report.de zeigt, fallen mehr als 3/4 der Kosten durch Netzentgelte, Umlagen, Steuern und anderes an. Das heißt für unsere Stromflatrate: Die Grenzkosten sind pro Kilowattstunde nur zu einem kleinen Teil durch den Unternehmer bestimmbar.

Die Zusammensetzung des Strompreises 2016Infografik „Die Zusammensetzung des Strompreises 2016“ von Strom-Report.de

Warum es trotzdem schon Stromflatrates gibt

Eigentlich müsste es deshalb keine Stromflatrates geben. In meinem Artikel „Gibt es eine Stromflatrate?“ gehe ich darauf ein, wie die Stromflatrates von sonnen, Innogy und Co. funktionieren.

2 Gedanken zu „Stromflatrate Voraussetzungen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.